Schuetzen

Beginn

Beginn des Schützenwesens

Das Schützenwesen hat in Herringhausen eine lange Tradition. Bereits im Jahre 1840 gründeten Schützen aus Herringhausen zusammen mit den Nachbargemeinden Hellinghausen und Overhagen den Schützenverein Friedhardtskirchen. Initiatoren waren der Kammerherr Friedrich-Wilhelm Baron von Schorlemer, Pfarrer Wennemeier und Heinrich Giersch (1839 - 1879 Pfarrer von St. Clemens, Hellinghausen). Als Wappen wählte man das Gerichtssiegel von Friedhardtskirchen (zwei ineinander liegende Hände).

Das erste Statut ist im Oktober 1840 genehmigt worden. In diesem war vorgesehen, dass neben dem Schützenfest alljährlich auch ein Erntedankfest gefeiert wurde. Das Schützenfest wurde zunächst lange Jahre an der Provinzialstraße zwischen Overhagen und Herringhausen, in dem kleinen Wäldchen gegenüber der Abzweigung nach Horn, gefeiert. Dann entschied man sich, das Fest abwechselnd in Herringhausen, Hellinghausen und Overhagen zu feiern. Die Schützen schmückten sich an den Festtagen mit blauen Kitteln aus Leinen.

Im Jahre 1864 zählte der Schützenverein 71 Mitglieder: 36 aus Overhagen, 26 aus Herringhausen und 9 aus Hellinghausen. Die Zahl der Mitglieder war bis zur Jahrhundertwende konstant. Der Vorstand setzte sich aus 6 Schützen aus Overhagen, 4 Schützen aus Herringhausen und 2 Schützen aus Hellinghausen zusammen.

Der Vorstand wurde 1904 dahingehend erweitert, dass Baron und Pfarrer Sitz und Stimme im Vorstand hatten.

Im Jahre 1905 brach auf dem Hof Schnittker-Pöhling ein Feuer aus, dem auch das vereinseigene Zelt zum Opfer fiel. Seitdem wurden die Zelte gemietet.

Seit 1906 wurde eine einheitliche Kopfbedeckung an den Festtagen getragen: schwarzer Hut mit weißrotem Band und Eichenblattsträußchen.

Am 08. Februar 1914 stellte Franz Kremer aus Herringhausen, der seit 1874 Oberst des Schützenvereins war, auf der Versammlung den Antrag, von seinen Pflichten als Oberst entlassen zu werden. Wie sehr dieser Oberst beliebt war, lässt sich am besten an den Reaktionen aus der Vesammlung entnehmen: Über Entlastung bei seinen Aufgaben bis zur Kutsche für die Festumzüge reichten die Angebote, aber verzichten wollte niemand auf seinen Oberst. Dies kommt auch sehr schön zum Ausdruck in einem Artikel von Gerhard Hoischen: Der alte Oberst von Friedhardtskirchen.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918) wurden keine Schützenfeste mehr gefeiert. Aus dem Vereinsvermögen untersützte man vom Kriege hart betroffene Familien. Erst im Jahre 1920 beschloß man, wieder ein Schützenfest zu feiern.

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